Grünhaus – Vom Tagebau zum Naturparadies

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Datum/Zeit
Date(s) - 17/01/2020
18:00 - 19:30

Veranstaltungsort
GRÄFENMÜHLE

Kategorien


Vortrag über die Natur in stillgelegten Tagebauen der Niederlausitz

Eine völlig neu geborene Landschaft – seit dem Ende der Eiszeit gab es dies in Deutschland nicht mehr. Erst der Braunkohletagebau veränderte die Erdoberfläche wieder radikal. Zurück bleibt fürs erste eine lebensfeindliche Mondlandschaft. Wie kann es danach weiter gehen? Mit beeindruckenden Bildern macht ein Vortrag die Chancen sichtbar, die  stillgelegte Tagebaue für die Natur bieten.

Auf Einladung des Landschaftspflegeverbandes „Westsachsen“ e. V. berichtet Grünhaus-Botschafter Volkhard Lorenz am

17.01.2020 um 18:00 Uhr

in der Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle
Pestalozzistraße 21 A
08459 Neukirchen/Pleiße

Unkostenbeitrag: 5 €

über das Naturschutzprojekt „Naturparadies Grünhaus“, das die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe in den stillgelegten Tagebauen bei Finsterwalde aufbaut. Auf rund 20 Quadratkilometern im NABU-Besitz darf sich die Natur weitgehend ungestört entwickeln. Schon heute brüten dort Wiedehopf und Kranich, jagen Seeadler und Wolf. Der kostenlose Vortragsabend ist für alle Naturinteressierte offen.

Im Internet unter www.naturerbe.de

Wiedehopf im Naturparadies Grünhaus (Foto. F. Leo/ Fokus-natur)

Hintergrund:

Auf der Suche nach dem Energieträger Braunkohle wurden in der Lausitz und in Mitteldeutschland ganze Kulturlandschaften in riesigen Tagebauen abgebaggert und die Landschaft komplett umgestaltet. Nachdem die Kohlebagger abgezogen sind, entstehen Seen, Wälder, Wiesen und Äcker mit völlig neuen landschaftsökologischen Eigenschaften. Für die Natur können stillgelegte Tagebaue einen herausragenden Wert besitzen. Viele gefährdete Tiere und Pflanzen haben in ihnen einen wertvollen Rückzugs- und Entwicklungsraum gefunden.


Abraumhalde mit Erosionsrinne im ehemaligen Braunkohlentagebau (Foto S. Röhrscheid)