Die Macher – Naturschutzhelfer*innen stellen sich vor

Peter Meese, gelernter Feinmechaniker und Werkzeugmacher, ist bereits seit ca. 40 Jahren ehrenamtlich aktiv. Die Bäche, Teiche, Feldgehölze und Gärten seiner Heimat Langenbernsdorf weckten bereits früh sein Interesse am Natur- und Artenschutz.

Zunächst widmete er sich der Pilzkunde, dem Wald und der Ornithologie, ehe er sein Engagement als Autodidakt vor allem auf die Botanik fokussierte. Durch den Erfahrungsaustausch in der AG Botanik Zwickau und der Teilnahme an Exkursionen und Tagungen vertiefte er sein Fachwissen sukzessive und wurde Teil eines sachsenweiten Netzwerkes.

Damals wie heute unterstützt er die Naturschutzbehörde und die Naturschutzstation mit großem Engagement, sowohl in Funktion als Mitglied im Naturschutzbeirat, als auch bei der Erfassung von Arten im Gelände. Er ist überzeugt, dass „das Interesse an einer Sache der wesentliche Treiber  ist. Ob man eine spezielle Ausbildung im Naturschutz hat oder nicht spielt bei der Kenntnis von Arten eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist das Herzblut und Interesse, dass einen raus in die Natur zieht und antreibt genauer hinzuschauen“.

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Dieter Kronbach, Jahrgang 1947, kann auf 60 aktive Jahre als Ornithologe (Vogelkundler) zurückblicken. Geboren im ehemaligen Bezirk Schwerin, kam er dort bereits mit 11 Jahren durch verschiedene Fachgruppen mit seiner Passion in Berührung. Seit 1970 lebt er in Limbach-Oberfrohna. Seit 1997 leitet er ein wissenschaftliches Kleinvogelfangprogramm im Limbacher Teichgebiet. Gemeinsam mit seiner Frau Regina erstellte er bis 2017 die ornithologischen Jahresberichte für den Landkreis Zwickau. Er ist Beiratsmitglied im Verein Sächsischer Ornithologen, deutschlandweit in weiteren ornithologischen Vereinen aktiv und seit über 40 Jahren als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Beringungszentrale Hiddensee in die ornithologische Freilandforschung eingebunden.

 

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Kathrin Türschmann, 1965 in Crimmitschau geboren, wuchs am Sahnpark auf. Als langjährige Natur- und Tierfreundin viel ihr im Jahr 2010 auf, dass an der Zufahrt zum Forsthaus alljährlich zahlreiche Lurche überfahren wurden. Mit zwei weiteren Naturfreunden sammelte sie kurzerhand die Kröten und Frösche ein und brachte sie zum Froschteich in der Mark Sahnau. Nach dieser Aktion fasste sie den Entschluss, diesen Umstand der unteren Naturschutzbehörde zu melden. Zusammen wurde bereits im Folgejahr ein Krötenzaun installiert. Seither kümmert  sich Frau Türschmann als ehrenamtliche Naturschutzhelferin mit Hingabe von Ende März bis Ende Juni um die Krötenwanderung im Sahnpark. Ihr Credo lautet: „Jedes Lebewesen, ob Mensch oder Tier, hat eine Chance verdient.“

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Heiko Goldberg ist 42 Jahre alt und seit 2014 ehrenamtlicher Naturschutzhelfer. Durch zahlreiche Ausflüge, die seine Eltern mit ihm unternahmen, hat er seit seiner Kindheit ein großes Interesse für Tiere in Wald und Feld entwickelt. Zunächst verfolgte er diese Leidenschaft mit Hilfe der Fotografie,  ehe er durch die Mitgliedschaft im NABU Kirchberg sein Fabel für Fledermäuse entdeckte. Seither hat ihn diese faszinierende Tiergruppe nicht mehr losgelassen und aus den anfänglichen 30 zu betreuenden Quartiere für Fledermäuse sind inzwischen 155 geworden. Ihm ist es ein wichtiges Anliegen sein Wissen, das er sich über die Jahre angeeignet hat, Erwachsenen wie auch Kindern und Jugendlichen weiter zu geben. Vielen Dank!