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Dem Einsiedler auf der Spur

Dem Einsiedler auf der Spur Eremit

Bisher konnten im Rahmen einer vom DVL Regionalbüro Westsachsen initiierten und vom Landschaftspflegeverband Westsachsen e.V. (LPV) beauftragten Kartierung (1) mehrere neue Fundpunkte des Eremiten (Osmoderma eremita) im nördlichen Landkreis Zwickau ausgemacht werden. Neue Nachweise wurden in den Gemeinden Neukirchen/Pl., Crimmitschau, Meerane, Schönberg, Oberwiera, Waldenburg und Limbach-Oberfrohna erbracht. Die Untersuchung wird 2021 fortgeführt.

Der Eremit ist vor allem in alten Obstbäumen, Kopfweiden und anderen Laubbäumen mit Mulmhöhlen zu finden. Die neuen Erfassungsdaten sind die Grundlage für die Beantragung von Vorhaben zur Pflege von Habitatbäumen, bzw. zur Pflanzung von Zukunftsbäumen. Diese Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Lebensstätten und zum Biotopverbund für den Eremit sowie weitere gefährdete „Holzbewohner“ und fördern gleichzeitig eine vielfältige Kulturlandschaft in der auch weitere Insekten, Vögel und andere Tierarten ein zu Hause finden.

Im Winterhalbjahr 2019/2020 wurden auf einer Streuobstwiese in Crimmitschau, OT Frankenhausen 85 Zukunftsbäume mit finanzieller Unterstützung der Sächsichen Landesstiftung für Natur und Umwelt (LaNU) gepflanzt.

Weitere Projekte zur Sanierung überalterter Streuobstwiesen sowie zur Pflanzung von Zukunftsbäumen im Bereich von Werdau, Crimmitschau und Meerane wurden bereits vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) bewilligt. 2021 wird in diesen Gemeinden die Pflanzung von ca. 150 Zukunftsbäumen erfolgen. Zudem obliegt dem LPV die Pflege von 550 alten Obstbäumen.  Die Umsetzung von praktischen Maßnahmen erfolgt aus Mitteln der Richtlinie Natürliches Erbe (RL NE 2014) und über den Naturschutzfonds der LaNU (2).

(1) Das Vorhaben „Studie zur Erfassung und Dokumentation von Artvorkommen des Eremiten im nördlichen Landkreis Zwickau“ wird umgesetzt über die Förderrichtlinie Natürliches Erbe – RL NE/2014, Fördergegenstand B.2 Studien zur Dokumentation von Artvorkommen.
Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde

(2) Gefördert durch den Naturschutzfonds der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt aus Mitteln der Ersatzzahlungen für Eingriffe in Natur und Landschaft im Naturraum Erzgebirgsvorland und Sächsisches Hügelland“

 

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