Gräfenmühle

1725 wurde die jetzige Gräfenmühle von Johann Friedrich Graf an jener Stelle errichtet, an welcher vorher die Angermühle oder auch „Ungermühle“ stand.

Später wurde sie Eigentum der angrenzenden Spinnerei „Reuter & Beckert“ und fungierte weiter in Pacht als Mahlmühle. Sie wurde in mehreren Generationen durch die Familien Werner bis 1993 betrieben. Auf der Zeichnung ist noch der alte Torbogen zu sehen, welcher abgebrochen werden musste, da größere Lieferfahrzeuge den Hof passierten. Der Schlussstein des Torbogens ist heute noch in der Mauer des Nordgiebels zu sehen. Gut erkennbar ist auch das Umgebindefachwerk der Blockbohlenstube auf der gleichen Seite. Es wurde bei der Sanierung des maroden Fach- und Mauerwerks entfernt. Der Schuppen im Vordergrund diente als Hühnerstall und wurde später durch einen Balkonanbau ersetzt.

In den 1990er Jahren wurde dieser Balkonanbau abgebrochen und ein denkmalgerechter Anbau errichtet. Bis 1993 wurde die Mühle vom letzten Müller bewohnt.

1994 wurde das Gehöft vom Landschaftspflegeverband als Vereinssitz erworben und es erfolgten erste umfangreiche Sanierungsarbeiten.