Netzwerkpartner der Kreisnaturschutzstation

Stützpunkt Naturschutzstation Rödlitztal e.V.

Umweltbildung: Projekt Junge Naturwächter Rödlitztal, Foto: Markus Pfeifer

Der Verein hat seinen Sitz auf einem ehemaligen Sportplatz im Ortsteil Rödlitz (Lichtenstein). Das Gelände sowie der dort verlaufende Rödlitzbach wurden 2017 im Zuge einer Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme renaturiert. Als Stützpunkt der Kreisnaturschutzstation ist wesentlicher Akteur im östlichen Teil des Landkreises.

Die integrierte Tierauffangstation ist zentraler Bestandteil des Konzeptes der Naturschutzstation. Diese wird seit 2 Jahren ehrenamtlich betrieben – federführend durch den Vorsitzenden und gelernten Zootierpflegermeister Tobias Rietzsch. Der Arbeitsaufwand der Auffangstation ist enorm – insbesondere in der Jungvogelsaison. Im Jahr 2018 bedeutete dies beispielsweise eine Anwesenheit an 365 Tagen, zuzüglich täglicher 24h-Telefonbereitschaft.

Die vorhandenen Räumlichkeiten werden außerdem für Veranstaltungen, Ausstellungen und Umweltbildung genutzt. Im Außenbereich besteht zudem die Möglichkeit, Veranstaltungen durchzuführen (Kleiner Bolzplatz, Grillstelle, Tische, Bänke, Bach- und Waldanschluss, Obst- und Blühwiese). Das Gelände ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich und gut zu erreichen. Jeden Dienstag von 16-18h sind Ansprechpartner vor Ort und ermöglichen den persönlichen Kontakt.

Die Rödlitztaler führen zudem ein innovatives Umweltbildungsprojekt vor Ort durch: Die Jungen Naturwächter Sachsen (JuNaS) treffen sich wöchentlich in der Station. Hierbei geht es um die fundierte Wissensvermittlung zu den Themen Umwelt und Natur. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu begeistern und zum Handeln zu befähigen. Das Projekt wird von der Landesstiftung Natur und Umwelt Sachsen (LaNU) unterstützt und soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.

Blick auf das Vereinsgelände, im Hintergrund der Vereinssitz im ehemaligen Sportlerheim

Stützpunkt Limbach-Oberfrohna

Partner der Naturschutzstation in Limbach-Oberfrohna ist die Kommune und der Tierparkförderverein. Der Verein steckt viel Herzblut in die von Lehrkräften ehrenamtlich betriebene Tierparkschule. Hier erhalten Kinder und Jugendliche aus der Umgebung die Möglichkeit, viele Tierarten aus aller Welt und deren Lebensräume näher kennenzulernen. Angelehnt an den Lehrplan im Biologie- und Sachunterricht wird das Wissen rund um die Arten ganz praktisch erfahrbar gemacht. Für Projekt- und Wandertage ist die Tierparkschule der richtige Ort, um Bildung und Erholung zu einem erlebnisreichen Tag werden zu lassen. Neben Programmen für die Ganztagsschule bietet die Tierparkschule auch umfangreiche Ferienangebote an.

Als zentrale Anlaufstelle und Stützpunkt der Kreisnaturschutzstation soll, in Kooperation mit dem Tierparkförderverein und der Stadt, perspektivisch das Hippodrom im Stadtpark fungieren. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wollen der Landschaftspflegeverband Westsachsen und der NABU Erzgebirgsvorland einen Teil des historischen Gebäudes beziehen und der Öffentlichkeit dauerhaft als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Arbeitsschwerpunkte liegen in den Themen Landschaftspflege, Stadtnatur, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Ein großer Standortvorteil für Exkursionen und Naturbeobachtungen ist die Nähe zum Limbacher Teichgebiet oder dem Stadtpark.

Bereits heute sind Ansprechpartner vor Ort und bieten das Umweltbildungsprogramm der Kreisnaturschutzstation an. Ebenso können sich Private zu Naturschutzfragen beraten lassen, unter anderem zur Anlage von Schmetterlings- oder Streuobstwiesen. Verschiedene Projekte sollen das Angebot zukünftig ergänzen. In Vorbereitung befindliche Vorhaben sind beispielsweise die Erneuerung des Naturlehrpfades oder die  Ausbildung der Naturschützer von morgen im Rahmen des Projekts „Junge Naturwächter“.


NABU Kirchberg e.V.

Die Naturschutzstation im Hohen Forst am Engländerstolln

Der Verein „Kirchberger Natur- und Heimatfreunde“ entstand im September 1987 innerhalb des Kulturbundes der DDR. Nach der Wende schloss man sich 1991 als Ortsgruppe dem NABU Deutschland an. Zwischen 1996 und 1998 bildeten sich die bis heute erhaltenen Fachbereiche Naturschutz, Heimatgeschichte und Bergbau heraus. Insbesondere zwischen den Themen Bergbau und Naturschutz ergeben sich zahlreiche Überschneidungen. So stellt der Engländerstolln am Vereinshaus im Hohen Forst beispielsweise das größte Fledermauswinterquartier des südlichen Landkreises dar. Hier verbringen mehrere Fledermausarten die kalten Monate.

Am Vereinsbergwerk Engländerstolln befindet sich auch die Naturschutzstation „Zum Hohen Forst“. Im Jahr 2014 wurde mit Hilfe von Fördermitteln das Huthaus als Wanderrastplatz neu errichtet. Hier finden neben Vorträgen, Seminaren und Schulungen auch Umweltbildungsveranstaltungen statt.

Der Eingang zum Engländerstolln

Die Station ist auch Zentrum des örtlichen Wanderwegenetzes inkl. eines ca. 6,2 km langen Natur- und Bergbaulehrpfades mit zahlreichen Sitzgruppen und Schautafeln. Führungen für Schulklassen, Kindergärten- und Wandergruppen auf den Waldpfaden sind sehr beliebt. Außerdem ist der Hohe Forst Teil der Montanen Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoři, die voraussichtlich noch dieses Jahr zum Weltkulturerbe erklärt werden soll.

Neben der Objektbetreuung am Hohen Forst kommen zahlreiche weitere Aktivitäten hinzu. So werden eine Vielzahl an Nistkästen für Fledermäuse und Vögel bereut. Insgesamt werden sechs Biotope regelmäßig gepflegt und dadurch in ihrem Naturwert erhalten (u.a. Drehteich, Pächterswiese, Höhlig-Steinbruch und Brauereikeller).

In zahlreichen Umweltbildungsveranstaltungen werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene an den Naturschutz und seine Verbindung zu Bergbau und Heimatgeschichte herangeführt. Alljährlich, insbesondere in der Adventszeit, nehmen die Kirchberger Bergbrüder auch an traditionellen Bergparaden in zunftsgemäßer Tracht teil. Und nicht zuletzt betreiben die Kirchberger ein kleines Heimatmuseum inmitten des historischen Stadtkerns von Kirchberg.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite http://www.kirchberger-bergbrueder.de.

Umweltbildungsaktion am Huthaus im Hohen Forst

Grüne Liga Westsachsen e.V.

Der Umweltverein „GRÜNE LIGA Westsachsen e. V.“ wurde am 16. November 1989 als „IG Stadtökologie Zwickau e. V.“ gegründet. Arbeitsschwerpunkte sind die Förderung des Natur- und Umweltschutzes in und um Zwickau, der Schutz und die Kartierung heimischer Arten, die Anfertigung von Stellungnahmen bei öffentlichen Planungen und Eingriffsvorhaben in Natur und Landschaft und vor allem der Schutz von bedrohten Amphibienarten, insbesondere durch die Errichtung und Betreuung von Amphibienschutzanlagen.

Ronald Peuschel (re.) und Andreas Trautmann (li.) beim Pflanzen eines Baumes (Foto: Grüne Liga Westsachsen e.V.)

Die Grüne Liga plant auf ihrem knapp 8.000 m² großen Gelände in Zwickau/ Crossen eine Umweltbildungsstätte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Eine 3.500 m² große Streuobstwiese und natürliche Heckenstrukturen sind schon angelegt. Ein Teichbiotop und ein Insektenhotel sind noch ausbaufähig. Die Sanitäranlagen am Standort wurden bereits ertüchtigt.

Umweltbildung für Kinder führt die Grüne Liga schon viele Jahre in Schulen oder auf ihren Pachtflächen im Flächennaturdenkmal „Maxhütte“ durch. Für ökologisches Gärtnern, bspw. als Schulgartenunterricht, stehen Freiflächen, Gewächshausflächen und ein Mehrzweckgebäude zur Verfügung.

Umweltbildung (Foto: Grüne Liga Westsachsen e.V.)

Um die teilweise sanierungsbedürftigen Gebäude weiter zum Leben zu erwecken und eine Oase des Naturerlebens für die Bürger der Region Zwickau entstehen zu lassen, sind neben  tatkräftiger Unterstützung auch Ideen, Impulse oder die ein oder andere Spende sehr willkommen.

Krötenzaunaufbau (Foto: Grüne Liga Westsachsen e.V.)

 „Wir sehen unser Vorhaben als zukunftsweisendes Projekt. Bei Kindern und Erwachsenen hat sich heutzutage viel Unwissenheit über die Vorgänge in der Natur breit gemacht. Vielen ist nicht mehr bewusst, wie unberührte Natur aussieht oder welche Vorgänge in ihr stattfinden. Das wollen wir ändern.  Man kann nur das schützen und sich dafür einsetzen, was man auch kennt.“, so Andreas Trautmann (Vereinsvorsitzender).

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite www.grueneliga-westsachsen.de